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Die Leistungen einer Zahnzusatzversicherung

Zahnzusatzversicherung Leistungen: Verschiedene Behandlungsbereiche abgedeckt

Es gibt bei der Zahnzusatzversicherung Leistungen in diesen vier Bereichen:

  • Leistungen bei Zahnersatz
  • Leistungen für Zahnbehandlungen
  • Leistungen bei Vorsorge und Prophylaxe
  • Leistungen im kieferorthopädischen Bereich

In der Werbung werden die Leistungen der Zahnzusatzversicherung oft nur mit Prozent-angaben vorgestellt – über das tatsächliche Leistungsspektrum sagt das wenig aus, weil oft nicht nur die Frage ist, wie viel erstattet wird, sondern für was die versprochenen Erstattungssätze gelten.

Zahnzusatzversicherung: Leistungen von 100 Prozent sind nicht immer 100 Prozent

Bei Zahnersatz sieht die Zahnzusatzversicherung Leistungen vor, die Erstattungen von 70 bis zu 100 Prozent ermöglichen – wichtig ist, darauf zu achten, was genau erstattet wird und worauf sich die Erstattung bezieht. Vor allem günstigere Tarife werben mit 100-Prozent-Erstattungen, die aber nur die volle Kostenübernahme für die Kassenversorgung sicherstellen. Sie zahlen dann keinen Eigenanteil, wenn Sie sich für die Kassenversorgung mit Zahnersatz entscheiden. Die Zahnzusatzversicherung trägt die Kosten und erstattet die Differenz zwischen dem Festzuschuss der Kasse und den tatsächlichen Kosten der Regelversorgung ohne privatärztlichen Anteil – je nach Bonusheft sind das 50 bis 35 Prozent der Rechnung. In unserem Vergleich zur Zahnzusatzversicherung finden Sie die Leistungen exakt definiert!

Zahnzusatzversicherung: Leistungen auf privatärztlicher Abrechnungsbasis bei Zahnersatz

Bei der privatärztlichen Versorgung gibt es unterschiedliche Berechnungsweisen für die Erstattung: Einige Versicherer sehen bei der Zahnzusatzversicherung Leistungen vor, die nur einen geringen Anteil an den Gesamtkosten – meist 20 bis 40 Prozent – ausmachen, rechnen dafür aber die Kassenleistung nicht oder nicht voll an. In der Regel werden die Leistungen dann bei diesen Modellen auf 80 bis 90 Prozent der Gesamtkosten begrenzt.

Beispiel: Eine Zahnzusatzversicherung leistet 30 Prozent der Rechnung, begrenzt auf maximal 80 Prozent der Gesamtkosten. Bei einer Rechnung von 1.000 Euro und einem Festzuschuss von 406 Euro zahlen Sie also nur 294 Euro selbst: 300 Euro trägt die private Zusatzversicherung neben den 406 Euro der Kasse. Dieses Modell wird unvorteilhaft, wenn die Kosten sehr hoch sind, der Kassenanteil aber gering. Liegt der Rechnungsbetrag im Beispiel oben bei 2.400 Euro, zahlt die private Zahnzusatzversicherung 720 Euro, mit der Kassenleistung von 406 Euro bleibt ein Eigenanteil von 1.274 Euro, und damit bleiben mehr als 50 Prozent der Gesamtkosten an Ihnen hängen.

Andere Tarife sehen bei der Zahnzusatzversicherung Leistungen vor, die sich nach dem Gesamtbetrag der Rechnung: bemessen Gute Tarife sehen Leistungen von 70 bis 100 Prozent vor – immer bezogen auf den Rechnungsbetrag und unter Berücksichtigung des Festzuschusses der Kasse.

Beispiel: Sie zahlen wie oben 1.000 Euro und bekommen einen Festzuschuss von 406 Euro. Bei einer Leistung von 80 Prozent zahlen Sie lediglich 200 Euro selbst – die private Zahnzusatzversicherung und die Kassen übernehmen die 800 Euro. Beim zweiten Beispiel mit der Rechnung von 2.400 Euro wird der Unterschied noch deutlicher: Verspricht die Zahnzusatzversicherung Leistungen von 80 Prozent, zahlen Sie lediglich 480 Euro selbst – 1.920 Euro müssen die GKV (Festzuschuss von 406 Euro) und Ihre Zahnzusatzversicherung (Leistungen in Höhe der Differenz von 1.514 Euro) zahlen.

In der Regel sind deshalb die Zahnzusatzversicherungen mit den höheren Leistungen und Erstattungssätzen unter Anrechnung eines Festzuschusses die bessere Wahl!

Leistungsumfang und Zahnstaffel beachten

Nicht jede Zahnzusatzversicherung bietet den gleichen Leistungsumfang an: So zahlen viele für Implantate, wichtig ist ergänzend aber, dass auch die Kosten für einen erforderlichen Knochenaufbau getragen werden. Einige tragen die Kosten für Inlays, andere leisten auch für hochwertige Kunststoffüllungen.  Achten Sie bei der Suche nach einer Zahnzusatzversicherung darauf, dass die für Sie wichtigen Leistungen auch tatsächlich abgedeckt sind.

In den ersten zwei bis fünf Vertragsjahren sieht die Zahnzusatzversicherung Leistungen oft nur unter Berücksichtigung der sogenannten Zahnstaffel oder Leistungsstaffel vor – damit werden die Leistungen summenmäßig begrenzt. Im Beispiel oben werden dann zwar 80 Prozent der Kosten getragen, aber sie werden gedeckelt auf zum Beispiel 1.000 Euro im ersten Jahr. Im Beispiel mit der Leistung von 1.514 Euro oben würden dann lediglich 1.000 Euro ausgezahlt werden.

Leistungen bei Zahnbehandlung

Viele Zahnbehandlungen sind Leistungen der kassenärztlichen Regelversorgung und werden damit getragen, aber eben nicht alle. Besonders ins Gewicht fällt das bei Füllungen – hier sind die Ärzte angehalten, eine zweckmäßige und günstige Versorgung zu wählen – Kunststoff- oder Kompositfüllungen als zahnfarbennahe und gesundheitsverträglichere Wahl sind in der Regel keine Kassenleistung. Das gilt auch für viele andere Bereiche, die nicht zwangsläufig Kassenleistung sind:

Gute Zahnzusatzversicherungen übernehmen die Kosten für zahnärztliche Behandlungen im privatärztlichen Bereich zu 100 Prozent!

Zahnzusatzversicherung mit den passenden Leistungen finden

Leistungen bei Prophylaxe

Viele Prophylaxe-Maßnahmen – allen voran die professionelle Zahnreinigung – sind bei einigen Krankenkassen bereits in den Katalog der Leistungen aufgenommen worden – anders als bei den gesetzlichen Kassen kann die private Zahnzusatzversicherung Leistungen aber nich mehr zurücknehmen, weil sie einen vertraglichen Leistungsanspruch haben – einmal gewährte Leistungszusagen können also bei der privaten Zahnzusatzversicherung anders als bei der GKV nicht wieder zurückgenommen werden. Die private Zahnzusatzversicherung steht zu ihren Leistungen: In der Regel werden die Kosten für Vorsorgemaßnahmen zu 80 bis 100 Prozent bezahlt – das Budget dafür beträgt meist 60 bis 200 Euro im Jahr.

Leistungen bei Kieferorthopädie

Es gilt bei der Zahnzusatzversicherung: Leistungen für Kieferorthopädie sind vor allem bei Familien mit kleineren Kindern sinnvoll, wenn eine Fehlstellung der Zähne zu befürchten ist und es wahrscheinlich ist, dass eine Zahnspange benötigt wird. Denn auch bei Feststellung der sogenannten KIG 3 bis 5, die zu einer Kassenleistung führen, bleiben oft erhebliche Restkosten für die Eltern: Die Kassen leisten nämlich lediglich für eine zweckmäßige Grundversorgung, ästhetischere Lösungen und effektivere, neuere Behandlungsmethoden werden nicht erstattet. Viele kieferorthopädische Mehrkosten sind deshalb keine GKV-Leistung, das gilt unter anderem für:

Im Bereich der Kieferorthopädie sieht die Zahnzusatzversicherung Leistungen mit Erstattungen von 50 bis 80 Prozent der Kosten vor, die nicht von den Kassen übernommen werden – in der Regel ist die Kostenübernahme je nach kieferorthopädischer Indikationsgruppe auf 2.000 bis 4.000 Euro gedeckelt.

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