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Zahnzusatzversicherung: Was ist bei angeratenen oder laufenden Behandlungen?

Leistungsanspruch ausgeschlossen

Wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung abschließen wollen, gleichzeitig aber schon beim Zahnarzt sind, lassen sich diese zahnärztlichen Maßnahmen nicht mehr versichern. Man spricht dann davon, dass eine Zahnzusatzversicherung angeratene, bereits notwendige oder beabsichtigte Behandlungen nicht mitversichert. Das gilt im Übrigen auch für Zahnzusatzversicherungen ohne Gesundheitsprüfung.

Was versteht man unter angeratenen Maßnahmen?

Darunter fallen alle Maßnahmen – egal, ob es um Zahnersatz, Zahnbehandlungen oder die kieferorthopädische Versorgung zum Beispiel mit einer Zahnspange geht -, die Sie mit einem Zahnarzt bzw. dem Kieferorthopäden bereits besprochen haben. Es spielt dabei keine Rolle, ob ein Heil- und Kostenplan vorliegt und wie konkret der Behandler mögliche Maßnahmen angeraten hat. In der Regel beschränkt die Zahnzusatzversicherung den Abfragezeitraum allerdings auf zwei bis fünf Jahre: So kann ein Abwarten ‒ wenn medizinisch vertretbar und sinnvoll ‒ bei schon etwas länger zurückliegenden ärztlichen Empfehlungen durchaus sinnvoll sein.

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Was sind notwendige Maßnahmen?

Notwendig sind Zahnbehandlungen dann, wenn beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden zwar noch keine Erstbehandlung stattfand, für Sie aber klar ist, dass Maßnahmen demnächst notwendig sein werden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Zahnschmerzen vorliegen, Karies diagnostiziert wird oder aber Zähne bzw. vorhandener Zahnersatz defekt sind.

Wann sind Maßnahmen beabsichtigt?

Am schwammigsten ist die Definition der beabsichtigten Maßnahmen. Darunter fallen alle Behandlungen, die Sie in nächster Zeit durchführen lassen wollen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie Zahnersatz, der noch ok ist, aus ästhetischen Gründen austauschen lassen wollen oder Sie wegen Ihres Zähneknirschens in Behandlung müssen. Fakt ist bei diesen Maßnahmen aber auch: Solange Sie den Wunsch nicht gegenüber einem Zahnarzt artikulieren und in der Patientenakte hinterlegen lassen, ist Ihr innerer Wille natürlich kein Ausschlussgrund bei der Zahnzusatzversicherung.

Was tun, wenn eine Behandlung ansteht oder notwendig ist?

Wenn Sie aktuell in zahnärztlicher Behandlung stehen, werden die meisten Zahnzusatzversicherungen Ihren Antrag ablehnen. Nur bei wenigen Versicherern ist es überhaupt möglich, in dieser Situation eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Sie brauchen dann einen zahnärztlichen Statusbericht, der oft aber viel mehr über den Zustand Ihres Gebisses verrät, als Ihnen lieb sein kann.

So kann er zum Beispiel offenbaren, wie viel Zahnersatz Sie haben ‒ eine Tatsache, die Sie bei einem regulären Antrag oft gar nicht angeben müssen, die aber bei Vorlage des Statusberichts zu einer Ablehnung führen könnte beim Antrag für eine Zahnzusatzversicherung. Besser ist es, offene Behandlungen abzuwarten und dann den gewünschten Schutz zu beantragen.

Was tun bei Notfällen?

„Droht“ eine Behandlung ‒ etwa bei einem abgebrochenen oder losen Zahn ‒ ist der Abschluss der Zahnzusatzversicherung natürlich möglich, wenn Sie darauf spekulieren, dass die Vorvertraglichkeit des Schadens nicht offenbar wird. Entscheidend wird sein, was in Ihrer Patientenakte beim Zahnarzt vermerkt ist.

Ist der jetzt akut betroffene Zahn dort bereits als „auffällig“ markiert? Gibt es Röntgenaufnahmen, die einen schlechten Zustand belegen? Dann wird die Zahnzusatzversicherung im Leistungsfall oft nicht zahlen. Bringen Sie den Status quo durch einen Anruf in Ihrer Praxis in Erfahrung, aber machen Sie keinen Behandlungstermin aus, den Sie dann beim Antrag ggf. angeben müssen.