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Zahnersatz vorhanden: Zahnzusatzversicherung trotzdem möglich?

Auch der beste Schutz hält nicht ewig

Sie haben Zahnersatz, Brücken, Kronen oder Inlays? Erinnern Sie sich noch, wann Sie die bekommen haben? Guter Zahnersatz hält oft Jahre und Jahrzehnte ‒ aber auch nicht ewig. Und wenn er ausgetauscht werden muss, dann müssen Sie auch bei vorhandenem Ersatz den Eigenanteil zahlen ‒ ein nicht gerade kleiner Betrag bei einer privatärztlichen Versorgung. Deshalb ist es auch bei vorhandenem Zahnersatz wichtig, an die Zukunft zu denken und eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen.

Frühzeitig handeln

Ganz wichtig ist es, sich frühzeitig darum zu kümmern: Hat Ihr Zahnarzt erst einmal festgestellt, dass Zahnersatz schadhaft ist, ist es für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung zu spät. Denn mit der Diagnose des Arztes ist die Behandlung angeraten und notwendig und damit bei einem neuen Vertrag vom Schutz ausgenommen.

Anbieter-Auswahl sinkt ‒ Schutz ist aber möglich!

Wenn Sie nicht bereits eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben, die die Kosten für die Erneuerung von Brücken, Kronen, Inlays, Prothesen und anderem Ersatz übernimmt, kann ein Vertragsabschluss teuer werden. Denn bereits versorgte Zähne können ebenso wie fehlende Zähne die Annahme des Vertrages durch die Zahnzusatzversicherung verhindern ‒ Ihnen stehen eventuell nicht mehr alle Zahnzusatzversicherungen zum Abschluss offen. Grundsätzlich ist es aber durchaus möglich, Schutz zu bekommen. Es ist wichtig, die verschiedenen Modelle der Versicherer bei bereits versorgten Zähnen zu kennen. Je nach Anzahl der bereits ersetzten Zähne kann es bei der Vertragsannahme zu Einschränkungen kommen.

Zähne mit Zahnersatz – so gehen die Zahnzusatzversicherungen mit bereits versorgten Zähnen um

Jede Zahnzusatzversicherung im Vergleich behandelt in ihren Annahmerichtlinien bereits mit Zahnersatz versorgte Zähne anders. Hier sehen Sie, welche Optionen es gibt:

Möglichkeit 1: Der Beitragszuschlag

Versicherer mit einem Beitragszuschlag bieten regulären Schutz und eine Zahnzusatzversicherung ohne Leistungseinschränkungen, nehmen aber pro versorgtem Zahn oder ab einer bestimmten Anzahl versorgter Zähne einen Zuschlag. Der Monatsbeitrag steigt bei mehreren versorgten Zähnen zum Teil erheblich.

Möglichkeit 2: Die reduzierte Zahnstaffel

Bei dieser Variante reduzieren die Zahnzusatzversicherungen in den ersten drei bis fünf Jahren die möglichen Erstattungen durch eine reduzierte Zahnstaffel deutlich um zum Teil mehr als die Hälfte. Sie zahlen dann den regulären Beitrag, bekommen aber erst nach einigen Jahren umfangreiche Leistungen. In den ersten Jahren sind die Erstattungen also deutlich begrenzt.

Möglichkeit 3: Die verlängerte Zahnstaffel

In diesem Fall zahlen Sie ebenfalls den normalen Beitrag, aber die Zahnstaffel mit der Leistungsbegrenzung wird deutlich verlängert ‒ je nach Tarif und Anzahl der bereits ersetzten Zähne auf bis zu acht Jahre! In diesem Zeitraum ist die Erstattungshöhe begrenzt!